Stadt, Land…Klima! - Untersuchung und Bewertung des Einflusses von Stadtklimaeffekten auf das Humanbioklima

am Beispiel des Campus der Technischen Universität Berlin.


Projektbericht des Orientierungsprojektes in den Studiengängen Ökologie und Umweltplanung und Landschaftsarchitektur (2. Semester SoSe 2014)

Zusammenfassung: VDI-Richtlinie 3787 "Methoden zur humanbiometeorologischen Bewertung von Klima und Luft"

VEREIN DEUTSCHER INGENIEURE (VDI) Richtlinien 3787 Blatt 2, 1998: Umweltmeteorologie,Methoden zur Humanbiometeorologischen Bewertung von Klima und Lufthygiene für die Stadt- und Regionalplanung. Teil 1: Klima. URL: https://www.isis.tu-berlin.de/2.0/pluginfile.php/80525/mod_page/content/29/vdi3787_blatt2.pdf (Zugriff am 24. Mai 2014)

In diesem Bericht beschreibt der Verein deutscher Ingenieure in der Richtlinie 3787 Methoden zur human-biometeorologischen Bewertung von Klima und Lufthygiene. In diesem Rahmen werden die auf den Wärmehaushalt des Menschen einwirkenden Folgen von Klima, Wetter, Witterung sowie Lufthygiene beschrieben und beurteilt. Zur Realisierung von nachhaltigen und präventiven Planungsprozessen finden diese Bewertungsmethoden Berücksichtigung in der räumlichen Gesamtplanung. Grundlage dieser meteorologischen Beurteilung sind neben den aktinischen und lufthygienischen Inhalten ebenso der thermische Wirkungskomplex, der in dieser Richtlinie ausführlicher thematisiert wird. Hierbei nehmen die Lufttemperatur, -feuchte, Wind sowie kurz- und langwellige Strahlung eine wichtige Position ein. Diese klimatologischen Parameter beeinflussen den Wärmehaushalt des menschlichen Organismus und können damit Wärme- oder Kältestresssituationen sowie ein daraus resultierendes Gesundheitsrisiko hervorrufen. Zur Bewertung des thermischen Wirkungsgefüges spielt die Wärmebilanzgleichung eine bedeutende Rolle. In dieser wird die Thermoregulation des Menschen mittels mathematischer Therme beschrieben, in der durch gleichmäßige Wärmebildung und -abgabe eine konstante Körperkerntemperatur aufrechterhalten bleibt. Auf Grundlage der Wärmebilanzgleichung existieren weitere Möglichkeiten zur Bewertung des Einflusses meteorologischer Elemente auf den Wärmehaushalt des Menschen. In diesem Rahmen existieren Energiebilanzmodelle wie MEMI, aus dem die „physiological equivalent temperature“ (PET) abgeleitet wird. Diese beschreibt den Behaglichkeitszustand des Menschen. Aus der Fanger-Gleichung (Behaglichkeitsgleichung) resultiert der „predicted mean vote“(PMV). Hierbei wird das Raumklima durch eine größere Personengruppe anhand einer 7 Punkte- Skala beurteilt, bei der das Behaglichkeitsempfinden durch eine Null ausgedrückt wird. Abweichungen dieses Wertes können beim Menschen Hitze- und Kältestress auslösen. Die thermische Belastbarkeit des Individuums, die mit Hilfe der Energiebilanzmodelle bestimmt wird, kann folglich mit stadt- und regionalplanerischen Maßnahmen beeinflusst werden .

Zusammenfassung von Kathy Börner und Pia Kräft


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