Projektbericht des Vertiefungsprojektes in dem Studiengang Ökologie und Umweltplanung (WS16/17 - SS17)


Museum für Meteorologie und Aerologie

Einleitung

Im Rahmen der Exkursionswoche besuchten die Teilnehmer des Projektes Stadt-Grün-Klima unter der Leitung von Dr. Otto das Wettermuseum in Lindenberg am 17.11.2016. Das Museum ist seit 10 Jahren in Betrieb. Es gibt historische Ausstellungsstücke und einen interaktiven Bereich, in dem die Besucher spielerisch über Meteorologie und Aerologie lernen. Das meteorologische Observatorium Lindenberg ist eine Einrichtung des Deutschen Wetterdienstes mit dem Themenschwerpunkt der Erforschung der Erdatmosphäre. In Lindenberg wird seit 100 Jahren das Wetter gemessen und ausgewertet.
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Abb.1: Messstation (Foto Bastian Gottwald)

Museumsführung

Die Museumsführung gliederte sich in verschiedene Stationen. Die erste Station war das Windenhaus 2, in dem ein Vortrag mit historischen Bildern zur Geschichte und Entwicklung der Wetterstation gehalten wurde. Das Windenhaus wurde zwischen 1936 und 1945 für den Aufstieg von Wetterdrachen und Fesselballons verwendet und steht jetzt unter Denkmalschutz. Für mobile Messungen wurde damals ein Windenwagen genutzt. Neben den historischen Messgeräten, stehen auch moderne auf dem Museumshof. Unter anderem wurde die Funktionsweise der Englischen Hütte und des Cup Anemometer erläutert.
Der Klimazaun war für die Projektgruppe besonders interessant. An diesem ist die Temperaturentwicklung der letzten 100 Jahre dargestellt und der Anstieg der Durchschnittstemperatur durch den Wandel des Klimas deutlich zu erkennen.
In der Ballonhalle 2 befindet sich eine umfangreiche Ausstellung zu den historischen Aufstiegstechniken in der freien Atmosphäre mit Drachen und Sonden. Nach Fertigstellung der Halle 1936 wurde sie zur Lagerung und Befüllung der Wetterballons genutzt.
Im interaktiven Teil des Museums wurden einige historische Messgeräte vorgeführt, die teilweise heute noch Verwendung in der Meteorologie finden. Beispielsweise das Aspirationspsychrometer, mit dem die Lufttemperatur gemessen werden kann. Einen weiteren Einblick in die Methoden der damaligen Wettermessung und Darstellung auf Wetterkarten brachte ein schwarz-weiß Kurzfilm. Abschließend konnte der Aufstieg einer Radiosonde auf dem Gelände des Observatoriums beobachtet werden, der im Winter täglich um 11.45 Uhr stattfindet (Abb.2). Der Ballon wurde mit Helium aufgeblasen. Obwohl man diesen nach ungefähr 10 Minuten in der Luft aus den Augen verliert, ist der Moment beeindruckend. Die Sonde registrierte und sendete drei Werte, Luftdruck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

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Abb.2: Vorbereitung der 12 Uhr Radiosonde (Foto Bastian Gottwald)

Fazit

Viel interessantes Hintergrundwissen über die Entstehung sowie Entwicklung der Wissenschaft der Klimatologie wurde durch diese Führung vermittelt. Der Besuch im Wettermuseum verdeutlichte den Wandel des Klimas und auch der klimatischen Messmethoden.


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