Projektbericht des Vertiefungsprojektes in dem Studiengang Ökologie und Umweltplanung (WS16/17 - SS17)


Exkursion nach Hamburg und Bremerhaven im Sommersemester 2017

Tag 1


Windkanal Uni Hamburg / Institut für Meteorologie

Am 14. Juni 2017 besuchte die Projektgruppe im Rahmen der Exkursionswoche in Hamburg den Windkanal in der Universität Hamburg. Empfangen wurden wir von Bernd Leitl im Institut für Meteorologie im Foyer des Geomatikums. Zuerst erhielten wir einen Einführungsvortrag zu den Grundlagen des Windkanals und der Forschungsstelle an der Universität. Unter anderem wurden die Grenzschichtwindkanäle vorgestellt. Mit diesen Kanälen sind physikalische Experimente an Modellen von Städten, Straßenzügen und Industrieanlagen möglich, um das Verhalten von bodennahen Windströmungen, Luftverwirbelungen und der Ausbreitung von Emissionen zu studieren. Besonders interessant war, die modellhaften Nachbauten von kleinen Stadtteilen zu betrachten, welche im Windkanal zur Simulation dienen.

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Abb.1: Grenzschichtwindkanal des Meteorologischen Instituts der Uni Hamburg

Algenhaus

Nach dem Besuch im Windkanal sind wir direkt nach Wilhemsburg zum Algenhaus gefahren. Das Algenhaus ist ein Projekt, welches im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Hamburg verwirklicht wurde und sich über eine Gebäudefassade aus Photobiokollektoren selbst mit Energie versorgt. In der Glasfassade werden Mikroalgen kultiviert, die unter Sonneneinstrahlung und Zugabe von CO2 und flüssigen Nährstoffen Biomasse und Wärme produzieren. Die energiespendende Algenfassade ist weltweit einmalig und bedient sich neuester Erkenntnisse der Energie- und Umwelttechnik. Besonders in Ländern mit vielen Sonnenstunden und hoher Sonneneinstrahlung hat dieses Projekt Potenzial.Interessant wäre auch zu untersuchen inwieweit diese Fassade das Haus abkühlt und so auch zu einer möglichen Senkung des UHI Effekts beitragen kann.

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Abb.2: Algenhaus (Foto Raphaella Edler)

Tag 2


Klimahaus Bremerhaven

Früh am Morgen stiegen wir in den Zug Richtung Bremerhaven. Nach einer fast drei stündigen Anreise erreichten wir das Klimahaus am Meer. Das Klimahaus ist ein Museum der besonderen Art, ein interaktives Erlebnis für alle Altersgruppen. Idee des Museums ist, die unterschiedlichen Klimazonen entlang des achten Längengrades zu erfahren. Mit Hilfe von Filmausschnitten, Interviews, interaktiven Bereichen und lebenden Tieren können die Besucher neun Stationen in verschiedenen Ländern entdecken. Die Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Umwelt werden durch das Kennenlernen der verschiedenen Lebenssituationen auf den unterschiedlichsten Teilen der Welt deutlich und wie diese sich verändern. Die Lebensgrundlage der Menschen verändert sich, gerade von diesen, die in extremen klimatischen Zonen leben. Am eigenen Körper können die unterschiedlichen Klimazonen erfahren werden, nicht nur die Temperatur verändert sich, sondern auch der Feuchtegrad. Trockene Hitze herrscht in dem Wüstenraum des Niger, während es in der Station Samoa tropisch feuchtes Klima gibt. Wer nach dieser anstrengenden und informativen Reise durch die Welt noch Energie hat, der kann sich der Herausforderung stellen und versuchen die Welt im „World Future Lab“ zu retten. Wissen über Klimawandel und nachhaltige Entwicklung sind gefragt, um in diesem Spiel zu meistern.

Tag 3


Ausstellungseröffnung und Preisverleihung der Gründachstrategie Stadt Hamburg

Am Vormittag des 16. Juni 2017 fuhren wir in das Unilever Haus in der Hafencity, um dort an der Aussstellungseröffnung und Preisverleihung der Hamburger Gründachstrategie teilzunehmen. Die Eröffnungsrede hielt der Hamburger Umweltsenator Jens Kerstan. Worüber wir am meisten staunten, war das Potential der Gründächer: 50% der Dächer in Hamburg sind geeignet für Grünanlagen, welche die Luftqualität (UHI) für die Hamburger deutlich verbessern könnte. Den Abschluss unserer Exkursionswoche konnten wir auf dem Dach des Unilever Hauses mit Sekt, Live-Musik und einem schönen Blick über den Hamburger Hafen genießen.


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