Kopfweiden und Waldmoore – Kulturlandschaft und Klimaschutz am Beispiel des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe

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 Die Lufttemperatur und relative Luftfeuchte wurden mit zwei Messgeräten (CS215) der Firma Campbell in unterschiedlichen Höhen mit dem Platin-(Pt)-100 Verfahren gemessen: Eines davon wurde in Bodennähe, das andere 3 m über Boden montiert. Die Messgenauigkeit bei 25°C liegt bei der Messung der Lufttemperatur bei ± 0,4 °C vom Endwert, bei der relativen Luftfeuchte bei ± 4 % über 0 % bis 100% (TU BERLIN 2015, CAMBELL SCIENTIFIC, INC. 2014). Das Pyranometer (CS 300) der Firma Apogee berechnet die Globalstrahlung über einen Silizium-Photovoltaik Sensor. Eine Messgenauigkeit liegt bei ± 5 % für die Tagessumme Globalstrahlung (ebd.). Die Globalsstrahlung ist ein Teil der Sonnenstrahlung,​ die, bezogen auf eine bestimmte ebene Fläche, den Boden erreicht (WARNECKE 1997). Sie wird hinzugezogen,​ um Aussagen über die Bewölkung und damit über die aktuelle Wetterlage im Mörickeluch zu treffen, da kleinräumige Klimate über die Größe der Strahlung bestimmt werden (UNI TÜBINGEN 2008). Dabei ist anzunehmen, dass ein mögliches typisches Mikroklima im Moor mit einem vertikalen Lufttemperaturgradienten am besten innerhalb einer autochthonen Witterung gemessen werden kann. Die autochthone Witterung ist u.a. durch eine geringe Bewölkung gekennzeichnet,​ sodass hohe Ein- und Ausstrahlungswerte möglich sind (ebd.). ​ Die Lufttemperatur und relative Luftfeuchte wurden mit zwei Messgeräten (CS215) der Firma Campbell in unterschiedlichen Höhen mit dem Platin-(Pt)-100 Verfahren gemessen: Eines davon wurde in Bodennähe, das andere 3 m über Boden montiert. Die Messgenauigkeit bei 25°C liegt bei der Messung der Lufttemperatur bei ± 0,4 °C vom Endwert, bei der relativen Luftfeuchte bei ± 4 % über 0 % bis 100% (TU BERLIN 2015, CAMBELL SCIENTIFIC, INC. 2014). Das Pyranometer (CS 300) der Firma Apogee berechnet die Globalstrahlung über einen Silizium-Photovoltaik Sensor. Eine Messgenauigkeit liegt bei ± 5 % für die Tagessumme Globalstrahlung (ebd.). Die Globalsstrahlung ist ein Teil der Sonnenstrahlung,​ die, bezogen auf eine bestimmte ebene Fläche, den Boden erreicht (WARNECKE 1997). Sie wird hinzugezogen,​ um Aussagen über die Bewölkung und damit über die aktuelle Wetterlage im Mörickeluch zu treffen, da kleinräumige Klimate über die Größe der Strahlung bestimmt werden (UNI TÜBINGEN 2008). Dabei ist anzunehmen, dass ein mögliches typisches Mikroklima im Moor mit einem vertikalen Lufttemperaturgradienten am besten innerhalb einer autochthonen Witterung gemessen werden kann. Die autochthone Witterung ist u.a. durch eine geringe Bewölkung gekennzeichnet,​ sodass hohe Ein- und Ausstrahlungswerte möglich sind (ebd.). ​
  
-Die Messungen wurden im Zeitraum vom 11.11.2014 bis 13.11.2014 durchgeführt. Betrachtet wurde nur der Tagesverlauf (12 Stunden Messung) der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchte in 3 m Höhe am 12.11.2014 von einer Stunde vor Sonnenaufgang (06:00 Uhr) bis einer Stunde nach Sonnenuntergang (18:00 Uhr) (GERDING 2015). Die kurze Zeitreihenmessung von 12 Stunden zur Ermittlung eines Mikroklimas dient zur Falsifizierung der Hypothese, welche davon ausgeht, dass im Mörickeluch typische klimatische Verhältnisse (vgl. IMCG 2002) für Moore unter der Voraussetzung einer autochthonen Wetterlage auch in kurzer Zeit messbar sind. Wie bereits beschrieben sind für die Hypothese lediglich die gemessenen Werte der relativen Luftfeuchte und der Lufttemperatur relevant. Um die mit den AWS Stationen gemessenen Daten auszuwerten und graphisch darzustellen,​ wurde die Programmiersprache R genutzt sowie die relative in die absolute Luftfeuchte umgerechnet, damit der Wasserdampf in g/​m<​sup>​3</​sup>​ in der Luft zwischen den Messstationen miteinander verglichen werden kannDie Umrechnung erfolgte über die ideale Gasgleichung und dem Faktor 10<​sup>​5</​sup>​ mit der folgenden Formel, wobei ah die absoluten Luftfeuchtigkeit,​ Mw das Molekulargewicht über Wasser von 18.016 kg/mol, R die Gaskonstante 8314.3 J und T die Umrechnung in Kelvin entspricht:  +Die Messungen wurden im Zeitraum vom 11.11.2014 bis 13.11.2014 durchgeführt. Betrachtet wurde nur der Tagesverlauf (12 Stunden Messung) der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchte in 3 m Höhe am 12.11.2014 von einer Stunde vor Sonnenaufgang (06:00 Uhr) bis einer Stunde nach Sonnenuntergang (18:00 Uhr) (GERDING 2015). Die kurze Zeitreihenmessung von 12 Stunden zur Ermittlung eines Mikroklimas dient zur Falsifizierung der Hypothese, welche davon ausgeht, dass im Mörickeluch typische klimatische Verhältnisse (vgl. IMCG 2002) für Moore unter der Voraussetzung einer autochthonen Wetterlage auch in kurzer Zeit messbar sind. Wie bereits beschrieben sind für die Hypothese lediglich die gemessenen Werte der relativen Luftfeuchte und der Lufttemperatur relevant. Um die mit den AWS Stationen gemessenen Daten auszuwerten und graphisch darzustellen,​ wurde die Programmiersprache R genutzt sowie die relative in die absolute Luftfeuchte umgerechnet.
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-<m>ah = (Mw*e)/​(R*T)*10^5</​m> ​+
  
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